Dienstag, 21. März 2017

Hommage an Paul - matchbox No. 12

Kleinkunst - Redewendung
Perliges in der Schachtel

Wäre nichts Besonderes, kämen die Perlen nicht zusammen mit 

 oder besser: mit einem bekannten Bild von ihm: Gockel und Schwein.


Für die matchbox No. 12 hier ohne Gockel.

Naheliegend, bei Perligem an Schweine zu denken.



Ich habe ehrlich versucht, selbst ein Schwein zu zeichnen und bin kläglich gescheitert. Meine Anleihe beim großen Meister ist gewissermaßen sanktioniert. Stammt das Bild doch aus einem Kunst-Malbuch und darf für ein Mobile ausgeschnitten und angemalt werden.


So kommt ein wenig große Kunst auf meinen kleinen Blog.
Bereit für die Galerie bei Frau Nahtlust.
Fröhlichen Mittwoch.

Sonntag, 19. März 2017

Regentag - Matchbox No 11

Die für das Wochenende vorhergesagten Regentage fielen sehr gemäßigt aus, zum Glück. Das bedeckt-trübe Wetter lud aber trotzdem zum Basteln und Gute-Laune-Bauen ein.

Bevorzugtes Material: eine Streichholzschachtel, ein Stückchen Geschenkpapier, ein Bändchen, ein paar Perlen und ein Buntstift.
Die Außenseite der Schachtel bekleben, die Perlen auf das Band fädeln und an den Enden verknoten. Das Band sollte etwa so lang sein, dass es 2 Mal um die Schachtel geht.
 
Das Perlenband nun um die untere Seite der Innenschachtel legen und das Ganze wieder in die Außenschachtel stecken. Das Band wird dabei an den Seiten 'eingeklemmt'.
Zuletzt den Buntestift von unten in die Schachtel stecken und das Trömmelchen in die Hand nehmen.
Die Schachtel drehen, so dass die Perlen an die Seiten schlagen und singen: 
"I'm singing in the rain ..." oder was einem gerade einfällt.



Meine kleine Matchbox hüpft nun unbeschirmt zur 'Streichholzschachtel'-Party, um mit den anderen Schächtelchen der Woche zu tanzen. Vielleicht darf sie ja auch schon mal bei den 'Perligen' von nächster Woche reinschaun?

Freitag, 17. März 2017

Packf(r)isch

Selbstgebundene Bücher sind prima, geschenkte, handgefertigte Büchlein sind noch wunderbarer. Ein solches hat mir Eva Maria mitgebracht, und hatte damit auch gleich einen Holzstempel eingefangen. So geschickt wäre ich auch gerne!

Da er schon ausgepackt war, konnte ich ihn zuhause gleich auf einem Stöffchen losschwimmen lassen. Ein lustiger Fischreigen, der sicher bald eine 'täschchenartige' Verwendung finden wird. Vielen Dank!

Vorher wollte ich meine neu erworbenen Bindekünste weiter üben und habe ein neues Büchlein angefangen. Es soll ein Notizbuch für die Entwicklungschritte eines neuen Erdenbürgers werden. Die einzelnen Lagen sind deshalb farbenfroh in blaue Außenpapiere gelegt. 

Das Vorsatzpapier der zweiten Version (die erste wurde leider viel zu windschief, als dass ich sie hätte einhängen wollen) ist ein marmoriertes Papier von vor unendlichen Zeiten. Es wird jetzt wieder modern, habe ich gesehen. Also: man soll nichts wegwerfen.Und als Extra gibt es hier auch ein Lesebändchen.
 

Um den Textblock vor dem Verrutschen beim Einhängen zu sichern, habe ich diesmal mit einer Klammer gearbeitet. Das hilft doch schon sehr.

Nicht schwer zu erraten, mit welchem Anfangsbuchstaben der Name des Kindes beginnen wird? (Auch ein Überbleibselpapier der Lettering-MailArt Aktion von vor 2 Jahren.) 

Derweil sammle ich Frühblüher, wo immer ich sie finden kann. Es muss ja nicht immer in Wald und Garten sein. Diese Exemplare sind mir gestern früh begegnet. Wenn ich solche Blühern entdecke, möchte ich gerne herausfinden, wie sie 'funktionieren' und ob sich daraus ein eigenes Muster entwickeln läßt. Gedankenspiele.


Frühblüher im Gegenlicht - ein bisschen was zum Suchen
Ein paar reale Blumen haben es aber auch schon ins Skizzenbuch geschafft:
die jetzt schon verblühten Winterlinge.

 
Und die grünen Blätter der Unterblätter sind direkt in einen Stempel 'gesprungen', den ich beim Buchbindewochenende vermustert habe.



Ich hoffe, noch ein bisschen mehr Zeit zu finden, bevor ich meinen Koffer fertig gepackt habe und mich nächste Woche auf die Reise in den Norden begebe, um den kleinen 'Frischfisch' zu erwarten. Mal sehen ... 
Wenn es hier wieder etwas ruhiger wird, wisst ihr Bescheid.

Ein gemütliches Wochenende einstweilen ( es soll ja eher regnerisch werden).

Verlinkt heute mal wieder bei Andiva und der Frühblüherliste vom Michaela.

Dienstag, 14. März 2017

Wir nähen uns ein Buch

Hier habe ich das letzte Wochenende verbracht: im Werkstattraum der Papiermühle 'Alte Dombach' in Bergisch Gladbach. Stempel- und Schablonendruck mit anschließendem Buchbinden wollte ich frei und ungestört in einer kreativen Runde, unter der Anleitung von Frau Müller, lernen und ausprobieren.
Das Wetter war vielversprechend. Zwar noch etwas kühl, aber durchweg sonnig und inspirierend. Die dick gepackte Tasche hätte ich eigentlich zu Hause lassen können, weil Michaela alles vor Ort hatte, und sogar mehr. Nur das eigene Schnitz- und Schneidewerkzeug hätte gereicht. 

Stempel schnitzen und kleinformatiges Testdrucken war das Samstags-Vormittagsprogramm, und wir waren alle so fleißig am Schnitzen, dass kaum Zeit blieb für Arbeitsbilder. 

Die verschiedenen Gummimaterialien ließen sich unterschiedlich leicht schneiden und so hatten wir viel Spaß am Ausprobieren und Austesten der Möglichkeiten. Manches ging daneben, aber dann konnte man ja auf der Rückseite den nächsten Versuch starten. Hier ist meine 'Ausbeute'.



Nach der Mittagspause konnten die Hände ruhen und sich die Füße etwas bewegen. Eine Führung durch die Papiermühle gab wundersam neue Einblicke in die Welt der Papierherstellung. Das Mühlrad (links unten) wird immer noch von der Strunde angetrieben und betreibt das Stampfwerk im Inneren, mit dem früher Lumpen zur Papierherstellung wörtlich 'eingestampft' wurden. Ein ziemlich lauter, stinkender und schmutziger Prozess.

Im Haus wird man förmlich in Papierprodukte aller Art eingehüllt und kann auch selbst einmal das Papierschöpfen im Einzelblattverfahren ausprobieren.

Wirklich spannend wird das maschinelle, sehr viel schnellere Verfahren an der Testmaschine demonstriert. Für uns extra mit lila Papier. 



"Großformate" waren anschließend zurück im Arbeitsraum auch für uns angesagt: Stempel im Rapport auf große Bögen drucken und die Einbandpapiere für 'unser' Buch vorbereiten. Ob eigene Stempel oder solche aus dem Fundus von Michaela, wir hatten alle Hände voll zu tun und voller Farbe.

Noch ein Eigenprodukt - mit einem Fisch-Tribut
Auch für Gelliprint und das Kaschieren von Stoffen für einen Einband war Zeit und Gelegenheit. Kaum Zeit für's Dokumentieren, versteht sich.

Erste Gelliprint Versuche
Müde, und immer noch mit Ideen im Kopf, war der Spazierweg abends zum nahegelegenen Hotel und morgens zurück,
vorbei an Schneeglöckchenfelder und einem balzenden Schwanenpaar auf dem Hotelteich, eine willkommene Entspannung.
 


Tag 2: Endlich Heften und Binden. 
Als Einstieg in die Hefttechnik haben wir zuerst kleine einlagige Hefte gebunden. 

  Dann ging es auch schon an die mehrlagige Bucheinlage für 'unser' Buch.


Das anschließende Kleben hatte so seine Tücken, aber am Ende hatten wir alle den Einstand gemeistert.
Meine Tagesproduktion: Ein Heft, ein fertiges Buch und zwei vorbereitete Deckel für ein weiteres Buch. Alle aus eigenen Papieren gestaltet.
Und auch die anderen waren mehr als fleißig. Und stolz und glücklich über das eigene Buch. Es ist DOCH etwas Besonderes, dieses Handwerk, zumindest im Ansatz, zu 'können'. Bis zur richtig guten Ergebnissen üben wir aber gerne noch viele Male.

Zeit zum Abschied nehmen von einem vollen und erfüllenden Wochenende. 
Das nächste Büchlein kommt bestimmt. 

Und mehr Bilder gibt es sicher am Mittwoch bei Michaela.

Freitag, 3. März 2017

Freitag - Jeanstag

Als passionierte Teetrinker benutzen wir immer noch ein Stövchen, um das Getränk länger warm zu halten. Altmodisch wie ich bin, zünde ich das Teelicht mit Streichhölzern an und so fällt regelmäßig, etwa jeden zweiten Monat, eine leere Streichholzschachtel an. Spätestens dann lohnt ein Blick auf Frau Nahtlusts Liste der 'Streicholzschachtel-Wochen'. Manchmal habe ich eine Idee und keine Zeit, sie umzusetzen, manchmal keine Idee.
Heute hatte ich alle Drei: Schachtel, Idee und Zeit. 
Schließlich ist für Woche 9: Jeans, Jeans, Jeans angekündigt.

Wer mich kennt, hat schon einige meiner Jeansverwertungsmodelle kennengelernt. Meine Kiste mit Material ist auch schier unerschöpflich. Aber was macht man aus einem so kleinen Format? Stöbern - und fündig werden bei einem Reststück eines Jeanskleides, inklusive Etikett.

Zum Schlauch geschlossen mit einer Kappnaht, die allerdings zu klein für die Maschine war, daher von Hand genäht. 
Ein Blümchen als Verzierung passt immer. Ist ja auch gerade 'Frühblühermonat'.

Als Füllung: ein Beipackzettel mit der Geschichte von Denim und Blue Jeans. Ziemlich klein gefaltet.

Die Schachtelschublade verdankt Text und Jeansbilder einer Broschüre von goodsociety, die Jeans aus biologischer Produktion herstellen und sich um die Nachhaltigkeit sorgen.  Das ist ja immer ein wichtiges Thema, wenn man an das so beliebte Kleidungsstück denkt. Da gibt es inzwischen viele gute Produzenten in Deutschland.



Rundum ein netter Zuwachs in meiner Jeansfamilie! Und schon meine zweite Schachtel.

Und sonst: im Nähstudio sind nach dem Faschingskostüm noch zwei kleine, alltagstaugliche  'Elsa-Kreationen' entstanden, die Frühblüher-Studien laufen sich warm und ein paar Jeans müssten geflickt werden. 

Der Hintergrund der Matchbox Bilder gehört auch schon zu den Vorboten für den Buchbinde-Workshop bei Michaela in 8 Tagen. Da müssen in der nächsten Woche Papiere und Garne gesichtet und gepackt werden. Ich freue mich, dass es endlich klappen wird. 

Mit schönen Grüßen für ein kreatives Wochenende.

 

Montag, 27. Februar 2017

Neuer Monat - alte Zahlen

Anfang des Jahres habe ich beschlossen, einen 'Some lines a day' Kalender anzufangen. Es ist ein Mehrjahreskalender, in dem man für ein Jahr jeden Tag ein paar Zeilen festhält. Und dann im nächsten Jahr wieder, direkt daneben. Genauso im darauffolgenden Jahr. So kann man sehen, was im Jahr davor am selben Tag so los war.
Man kann diese Kalender kaufen, meist für 5 Jahre, ich wollte aber ein Büchlein aus meinem Bestand "abarbeiten". Meine Wahl fiel auf dieses textile Testexemplar, koptisch gebunden vor ein paar Jahren mit alten Schulheftseiten als Inhalt (etwas ähnliches habe schon mal hier gezeigt). Papierliebe hat viele Gesichter.

Da das Buch DIN A6 Format hat, blieb mir Platz für 3 Jahre, mit 4 Tageseinträgen pro Seite. So habe ich mir ausgerechnet. Nur die Datumsangaben musste ich nun nach eigenem Gusto einfügen.

Im Januar habe ich jedes Datum einzeln 'entworfen' und verziert. Das sollte aber nicht das ganze Jahr so gehen. Also habe ich mir im Zahlenmonat Februar ein paar Stempelchen aus Gummiresten geschnitzt.

Das ging schon besser und schneller mit den Einträgen. Zumindest für den Februar.
Was sollte es für März sein? Neue Stempel? Wie kommt man zu schönen Zahlen?
Alte Kalender hatte ich schon daraufhin durchforstet, ob man das Datum ausschneiden und einkleben könnte. Ohne zufriedenstellendes Ergebnis.
Da fiel mir ein, dass man früher, vor der endgültigen Computerisierung, Zahlen und Buchstaben mit Letraset-Reibebuchstaben auf Pläne und Plakatvorlagen aufgebracht. Davon hatte ich noch einige in meiner Schublade.
Beste Gelegenheit, sie endlich aufzubrauchen!!
 
Für 31x März würden die Buchstaben vielleicht nicht reichen, aber wenn kein "M" mehr zum Rubbeln da ist, dann machen wir eben aus zwei umgedrehten "U" ein "M". Und ein "V" wird schnell zum "A". Das "r" war mal ein "J". Kaum wiederzuerkennen.
Zahlen habe ich zum Glück genug. Und meine Zahlenspielerei schicke ich beschwingt und kurz vor Monats-Torschluss noch zu Susanne in die Sammlung der Papierliebe am Montag.

 Schönen Rosenmontag auch.

Sonntag, 26. Februar 2017

Darf's ein bisschen mehr sein?

Gestern habe ich im Haus geputzt, heute bin ich unter die Putzmacherinnen gegangen. Schon vor einiger Zeit hat mich Karen auf die Stoffspielereien bei Suschna aufmerksam gemacht, und ich habe mir immer wieder vorgenommen, etwas zu den interessanten  Themen beizutragen. Viele tolle Ideen und Hintergrundgeschichten habe ich dort schon gefunden und verfolgt. Heute, endlich, möchte ich mitspielen, beim Thema "Kopfputz".

Vor einiger Zeit habe ich bei einem Workshop schon mal einen Hut gefilzt, von Grund auf und über einer Hutform. Ziemlich schief und schmucklos bisher, als Hut funktioniert er aber. Den könnte ich doch mit ein paar Borten und Blumen aufhübschen?! Umfangreiche Anregungen hatte "Made with Blümchen", die die Gastgeberin für diesen Monat ist, schon ihrem Research angeboten. 
Da ist mir mein Buch über Rüschen eingefallen, vom Trachten Informationszentrum Oberbayern, das ich nun auch einmal testen und mit alten Satinbändern ausgiebig erproben konnte.

Die 'Herzrüsche' in lindgrün wurde etwas unregelmäßig, die 'Doppelwellenrüsche' in hellblau etwas steif. Beide waren aber nicht schwer herzustellen.
Man reiht dafür zunächst ein Band nach einem bestimmten Schema ein und zieht dann am Faden, bis die gewünschte Wellenfrom entsteht.
 
Gut gefallen hat mir aber die Rosenrüsche in rosa, die man aus in Kellerfalten gelegten Bändern näht, an denen die Außenkanten zusammengenäht werden.

Trotzdem war mir das nicht peppig genug. Ich wollte etwas mehr 'Trachten' und so habe ich nach den Vorproben im Kleiderschrank meines Mannes gestöbert und kurzerhand eine passenden Kratwatte annektiert. Zusammen mit Metallknöpfen, Jojos, Rosetten, Zackenlitze und Keramikherzen sollte sich doch daraus etwas basteln lassen?


Die Krawatte wurde zum Schleifenband verstürzt und am oberen Rand mit der Zackenlitze benäht. Nur unten fehlte noch eine Kordel. Im Bestand fand sich keine farblich passende, also drehte ich mir selbst eine, aus zwei schmalen Stoffstreifen nach dieser Anleitung.

Noch mehr Knöpfe ergänzen das ganze Ensemble. Und nun kann der nächste Ausflug kommen!!! Es muss ja nicht zum Oktoberfest sein. Die Frühlingssonne verlangt schon jetzt nach etwas Beschattung.


Die Stoffspielerei hat viel Spaß gemacht und ich konnte zwei (oder eigentlich mehr) Fliegen mit einer Klappe schlagen. 
Das Thema für den nächsten Monat ist 'Shibori'. Auch schon lange auf meiner Liste. Und wenn ich es schaffe, dann früher anzufangen, bin ich wieder dabei, am letzten Sonntag im März.